Sei kein Frosch - Hilf uns!

2008 - Das Jahr des Frosches

Eine weltweite Kampagne

 

Grünforsch

Der Artenschutz steht vor großen Herausforderung: Weltweit sind 30-50 Prozent der Amphibien vom Aussterben bedroht. 

Um dieses Problem in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, rief die Weltnaturschutzunion IUCN das "Jahr des Frosches" ins Leben, eine weltweite Kampagne wurde gestartet. Zoos und Naturschutzverbände, wissenschaftliche Einrichtungen und viele engagierte Einzelpersonen weltweit schlossen sich zusammen. Auf der ganzen Welt fanden Aktionen, Projekte und Schutzmaßnahmen statt, um die Amphibien zu retten.


Aktionen der Zoos, Tier- und Wildparks

Während des "Jahr des Frosches" bauten beispielsweise einige Zoos neue Amphibienausstellungen oder gestalteten bereits bestehende Ausstellungen um. Hierbei wurde besonderer Wert auf den edukativen Aspekt gelegt. Darüber hinaus boten die Zoos spezielle Führungen an. Die Aufklärungsarbeit in den Zoos wurde durch die von der Stiftung Artenschutz bereitgestellten Materialien wie Flyer und Poster unterstützt. So konnten über die Zoos mehrere hunderttausend Menschen auf das Thema Amphibien in Not aufmerksam gemacht werden.
Viele Zoos, Tier- und Wildparks führten Schutzprojekte für heimische Amphibienarten auf ihrem  Gelände oder im umliegenden Gelände durch. Außerdem unterstützen sie Schutz- und Zuchtprojekte für exotische Arten in ihrem Ursprungsland. Darüber hinaus beteiligten sie sich an Zuchtprogrammen für exotischer Arten im deutschsprachigen Raum, an denen sich auch Privathalter teilnehmen.
Nicht zuletzt sollen mit Hilfe dieser Aktivitäten Spenden zur Finanzierung von Amphibienschutzprogrammen eingeworben werden.
Mehr über Aktivitäten der Zoos während des Jahr des Frosches erfahren Sie hier.

Fortbildung der Zootierpfleger

Der Berufsverband der  Zootierpfleger BdZ e.V. organisierte mehrere Fortbildungskurse für Tierpfleger und Fachleute aus den Bereichen Naturschutz, Tierzucht, -haltung, Marketing und Pädagogik. Durch die Qualität der Tierpflege werden immer mehr Haltungs-und Zuchterfolge ermöglicht.
Die Kurse üben eine Schneeballeffekt aus, indem die Teilnehmer das erworbene Wissen an ihre Kollegen weiter vermitteln.
Die Stiftung Artenschutz kofinanzierte mehrere dieser Kurse.
Fortbildung für Zootierpfleger
Fortbildung für Zootierpfleger (Foto: M. Juschka)


Die Rolle der Stiftung Artenschutz

Koordination und Information

Die Amphibien-Kampagne wurde vom Europäischen Zooverband EAZA in seine jährlichen Artenschutz-Kampagnen integriert. Die Stiftung Artenschutz hat die Koordination der EAZA-Kampagne in Deutschland übernommen und stellt Informations- und Aktionsmaterial bereit.

Diverse Kampagnenmaterialien - Flyer, Poster und ein deutschsprachiges Infopaket - stellt die Stiftung allen teilnehmenden Zoos und Tierparks zur Verfügung.

Gemeinsam mit dem Verband der Deutschsprachigen Zoopädagogen e.V. (VZP) hat die Stiftung Artenschutz eine Broschüre zur weltweiten Bedrohung der Amphibien herausgebracht. Sie liefert Ansätze für Schutzmaßnahmen und regt zur Beteiligung an der Rettungskampagne an.
Die Broschüre ist für alle bestimmt, die sich für das Schicksal von Frosch und Co. interessieren. Besonders aber Lehrer, Zoo- und Umweltpädagogen können sich hiermit auf den neuesten Stand bringen. Sie trägt den Titel: Sei kein Frosch - Hilf uns!

Poster einsehen
Poster (pdf)

Flyer einsehen
Flyer (pdf)

Der Pflanzen Handel & Zoo-Gartenbau Winkendick unterstützt die Stiftung Artenschutz in den Jahren 2008 & 2009 in ihrem Engagement für die Amphibien. Wir danken herzlich für die gute Zusammenarbeit! Logo Winkendick
Medienpartner der Amphibienkampagne 2008 war die Zeitschrift natur+kosmos.

...und danach

Als im "Jahr des Frosches 2008" die Kampagne zum Schutz der Amphibien startete, waren 6.260 Amphibienarten wissenschaftlich beschrieben. Allein im Kampagnenjahr kamen 176 neue Spezies hinzu. Inzwischen beträgt der Weltbestand über 6.800 beschriebene Arten. Die Bedrohung für diese Tiergruppe hat sich jedoch keineswegs verringert - im Gegenteil. Lebensraumverlust, Umweltverschmutzung, invasive Arten und sich rasant ausbreitende Krankheitserreger setzen den Amphibien weltweit zu.

Aus diesem Grund ist ein langfristiger Plan zur Rettung der Amphibien besonders wichtig. Projekte für den Schutz, die Erforschung und die Erhaltungszucht von Amphibien müssen weiterhin gefördert und druchgeführt werden.

Das Amphibienschutzprogramm im deutschsprachigen Raum

Der Besorgnis erregende globale Rückgang der Amphibien veranlasste die Zooverbände im deutschsprachigen Raum, sich langfristig für die Rettung von Kröten und Fröschen einzusetzen. Ihr Programm umfasst Erhaltungszuchten für mehrere Arten, Fortbildung des Fachpersonals, Pflege heimischer Biotope, Unterstützung von Schutz- und Forschungsprojekten sowie die Information der Öffentlichkeit.

Die Stiftung Artenschutz hat zur Finanzierung solcher Maßnahmen das Sonderkonto "Amphibien-Fonds" eingerichtet. Die Stiftung verwaltet die Mittel, über die Vergabe entscheiden alle Zooverbände gemeinsam.

Die Partner des Amphibienprogramms:

VDZ - Verband Deutscher Zoodirektoren e.V.
DTG - Deutsche Tierpark-Gesellschaft e.V.
DWV - Deutscher Wildgehege-Verband e.V.
Zooschweiz - Verein wissenschaftlich geleiteter Zoologischer Gärten der Schweiz
OZO - Österreichische Zoo-Organisation
BdZ - Berufsverband der Zootierpfleger e.V.
VZP - Verband deutschsprachiger Zoopädagogen e.V.
DGHT - Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde e.V.
Stiftung Artenschutz 

 

Weiterführende Links:

- Die Aktivitäten der Zoos
- Der Amphibien-Fonds
- Die Broschüre "Sei kein Frosch - Hilf uns!"
- Diverse Kampagnenmaterialien, Flyer und Poster

Lesen Sie außerdem:

- Sei kein Frosch - Hilf uns! (Startseite)
- Amphibien-Infos
- Amphibien in Not
- Handeln Sie! Tipps für den heimischen Amphibienschutz